Unisex – die Emanzipation der Uhren
Unisex – die Verwischung der Unterschiede bei Mann und Frau im Erscheinungsbild. So oder zumindest so ähnlich beschreibt der Duden das Wort.
In Schmuck- und Uhrenkreisen hört man das Wort immer öfters. Unisex-Uhren – sowohl für denn Mann als auch für die Frau.
Aber ist das überhaupt möglich? Ein Schmuckstück oder ein und dieselbe Uhr für beide Geschlechter? Die Erfahrung zeigt, dass es in Fragen des Geschmacks zwischen Frauen und Männer erhebliche Unterschiede gibt. Was dem Mann gefällt, findet Frau oftmals einfach nur schrecklich.

Unisex Uhren der Modellreihe Mistral und Première von Poptime
Abgesehen davon, dass die Geschlechter über einen unterschiedlichen Geschmack verfügen, stellt sich auch die Frage, welche Seite dominiert bei dem Schmuckstück oder der Uhr? Die maskuline oder die feminine Seite? Ab wann ist es Unisex?
Betrachtet man verschiedene Modelle von Unisex-Uhren, so haben diese eindeutig ein maskulines Design. In der Regel sind diese – bleiben wir mal bei den Uhren – nicht von den sog. Herrenuhren zu unterscheiden.
Vor allem die Unisex-Modelle sind oftmals etwas größere Ausführungen, wie z.B. die sog. Militäruhren. Da stellt sich gleich die Frage: Was findet Frau an einer Herrenuhr?
Herrenuhren haben oftmals den Vorteil, dass sie weniger Schnickschnack aufweisen als Damenuhren. Da zunehmend immer mehr Frauen sich auch für die Technik interessieren, greifen sie auch vermehrt zu Uhren für den Herren, da diese oftmals einen Einblick – mittels einer Skelettstruktur – auf das Räderwerk zulassen.
Des Weiteren sind die Uhren für den Mann übersichtlicher gestaltet, was auf ihre Größe zurückzuführen ist. Auch Frau möchte auf den ersten Blick erkennen, welche Stunde es geschlagen hat.
Im Laufe der Zeit hat sich auch der allgemeine Geschmack gewandelt. Vor allem die etwas größeren Männeruhren kommen an den zarten Handgelenken von Frauen sehr gut zur Geltung. Da nicht jeder eine solche Uhr trägt, wird die Uhr als auch die Trägerin zu etwas Besonderem.
Eine große Rolle spielt hier auch die Emanzipation der Frau. Frauen haben sich in allen Bereichen weiter entwickelt und die sog. Welt der Männer schon längst im Sturm erobert. Frauen sind überall vertreten, ob im Kfz-Handwerk, als Pilotinnen oder als Soldatin bei der Bundeswehr. Frauen sind in den Führungsetagen der Unternehmen vertreten und haben im Laufe der Jahre einige Gewohnheiten der Männer adaptiert.
Aufgrund dieser Entwicklung ist es nur logisch, dass sich diese maskuline Rolle auch auf den Schmuck ausdehnt.
Doch was denkt Mann darüber, eine Uhr zu tragen, die auch für Frauen bestimmt ist. Merkwürdigerweise gibt es nicht viele, die das jetzt stören würde. Vor allem bei den Uhrenliebhabern ist dieser Trend willkommen. Männer, die gerne täglich die Uhr wechseln, können auch auf die Uhren ihrer Frauen zurückgreifen. Noch nie war es so einfach, sich selbst, ähm seiner Frau ein Geschenk zu machen. Man kauft die Uhr, welche einem schon so lange gefällt und schenkt sie seiner Frau. Hätte er sich diese Uhr für sich selbst gekauft, müsste sich ein Sammler vielleicht vorwerfen lassen, dass er doch schon genügend Uhren hätte. Jedoch als Geschenk für die Frau getarnt, bringt man die Augen der Liebsten zum Strahlen und man(n) bekommt seine Traumuhr für seine exquisite Uhrensammlung.
Unisex-Uhren haben schon das gewisse Etwas. Durch ihre stets elegante Erscheinung, dem dezenten Design und einer Kombination aus Maskulinität gepaart mit einem Hauch Feminina, bezaubern Unisex-Uhren sowohl die Frauen- als auch die Männerwelt.