Kategorie-Archiv: Geschichte

Die ersten Zeitmessgeräte lassen sich auf das Jahr 4000 v.Chr. datieren. Diese sind also über 6000 Jahre alt. Die ersten Völker, welche den Stand der Sonne, der Planeten, des Mondes, usw …

NOMOS-Uhren für Ärzte ohne Grenzen

Um die Nothilfeorganisation Ärzte ohne Grenzen finanziell zu unterstützen, entwirft die Uhren-Manufaktur NOMOS Glashütte eine Sonderedition an Uhren, deren Erlös an Ärzte ohne Grenzen geht.

Das Projekt

Seit März 2012 arbeiten die Uhren-Manufaktur und die Nothilfeorganisation zusammen. Die ersten 2.000 Sondermodelle Tangente und Tangente 33, die in limitierter Auflage erschienen, erbrachten einen Gewinn von insgesamt 200.000 Euro, denn 100 Euro von jeder verkauften Uhr gingen in den Spendentopf. Der Kunde bezahlt dabei genauso viel wie er für ein Standardmodell der Marke bezahlen würde, der Handel und die Manufaktur verzichten allerdings auf den Erlös. Da alle Modelle der ersten Sonderauflage bereits verkauft sind, soll das Projekt nun fortgesetzt und weitere 2.000 Uhren gefertigt werden. Mit Hilfe der Spenden können sauberes Wasser bereit gestellt, Operationen durchgeführt oder Medikamente angeschafft werden. Das alles ist in den Krisengebieten keine Selbstverständlichkeit und sehr kostenintensiv. Weiterlesen

Atomuhren und Atomzeit

Atomuhren sind die genauesten Zeitmesser, die wir kennen. Sie erfassen den Zeitverlauf anhand eines durch ein elektromagnetisches Feld periodisch hervorgerufenen Phänomens in Atomen, dem Übergang in ein anderes Hyperfeinstrukturniveau. Seit 1967 ist die auf diese Weise ermittelte Sekunde die Basiseinheit der Zeit.

Sie ist definiert als 9.192.631.770 x die Frequenz (Periodendauer) der elektromagnetischen Strahlung, bei welcher der Wechsel zwischen den beiden Atomzuständen erfolgt. Beim Übergang des bestrahlten Atoms von einer Hyperfeinstruktur in die andere wird ein elektromagnetischer Impuls ausgesandt, der sich sehr präzise messen lässt. Weiterlesen

Breitling – mehr als ein Uhrenhersteller

Breitling Uhren gelten allgemein als stilvoll, zuverlässig und hochwertig, eben typische Schweizer Qualitätsmerkmale. So verwundert es nicht, dass Luxusuhren von Breitling häufig die Handgelenke mode- und qualitätsbewußter Menschen zieren. Doch Breitling Uhren finden nicht nur bei Privatpersonen Verwendung, sondern auch diverse Industrien nutzen Breitlings im Laufe der Firmengeschichte angesammelte Kompetenz, um ihren Produkten aufzuwerten und zu verbessern.
So werden beispielsweise die Flugzeuge der britischen Royal Airforce mit Borduhren aus dem Hause Breitling ausgestattet. Auch die Luftwaffe der US Army Air Force verwendet Chronomaten von Breitling in ihren Maschinen. Doch nicht nur das: Auch Piloten benutzen bevorzugt Uhren von Breitling, spätestens, seit die AOPA (Aircraft Owners and Pilots Association) im Jahr 1952 ein Breitling Modell als Pilotenuhr empfahl. In vielerlei Hinsicht hat Breitling also eine große Tradition im Flugwesen, und selbst in der Raumfahrt werden Breitling Uhren eingesetzt. Doch auch Chronometer für andere Einsatzzwecke werden fabriziert und sind z.B. auf Chrono24 erhältlich. So finden sich beispielsweise auch Taucheruhren im Produktsortiment. Weiterlesen

Die Schüchterne – die Geschichte der Hemmung Teil 1

Ein kleines Stückchen Technik hat im Laufe der Jahrhunderte für Furore gesorgt, ist aber den wenigsten Menschen ein Begriff. Deshalb ist es an der Zeit, die Hemmung und ihre viele verschiedenen Typen einmal vorzustellen. Eingebettet in das Räderwerk einer Uhr, bedarf es schon einiger Überredungskunst, die Hemmung aus ihrem Versteck zu locken. Sie ist vielleicht das schüchternste Bauteil der Uhr, jedoch läuft ohne sie gar nichts. Die Welt der Uhren würde aus den Fugen geraten, wenn es diese hemmenden Bauteile nicht geben würde. Aus diesem Grund ist es Zeit, dass die Hemmung ihre Schüchternheit ablegt und sich dem Licht der Öffentlichkeit stellt. Weiterlesen

Kalenderuhren – das epochale Zeitmessgerät

Kalenderuhren gehören mit zu den beliebtesten Uhren. Man findet diese sowohl bei den sportlichen Zeitmessern als auch bei den Klassischen Uhren. In der Hektik des Alltags kommt es schon des Öfteren vor, dass man vergisst, welcher Tag gerade ist. Ein Blick auf die Uhr kann da Abhilfe schaffen, denn die Kalenderuhr zeigt uns stets genau, an welchem Zeitpunkt des Jahres wir uns gerade befinden.

Der Kalender hatte für die Menschheit schon immer eine große Bedeutung, zählen wir doch nach seinen Vorgaben die Tage, Wochen, Jahre, Jahrhunderte und Jahrtausende. Die ersten Kalender gab es schon in der Steinzeit, welche heute als neolithische oder megalithische Kalender bezeichnet werden. Ein berühmtes Beispiel eines Kalenders aus dieser Zeit (Jungsteinzeit) ist Stonehenge, der große „Steinhaufen“ in England. Mithilfe der Anordnungen der Steine konnten die damaligen Menschen den Wechsel von Tag und Nacht, die Mondphasen, die natürliche Jahreslänge, die Sonnenwenden sowie die zweimal im Jahr auftretende Tag- und Nachtgleiche exakt bestimmen. Weiterlesen

Taucheruhren

Die Taucheruhr – (mit) manchen Dingen sollte man auf den Grund gehen

Sonne, 32° Celsius, weißer Sandstrand, Korallenbänke, blauer Himmel… und die unendlichen Weiten des Ozeans. Die Traumvorstellung eines jeden Tauchers. Schon beim Anlegen der Taucherausrüstung schlägt das Herz des Wassersportlers höher. Neoprenanzug, Flossen, Taucherbrille und Sauerstoffgerät. Und das Wichtigste… die Taucheruhr.

Manche Taucher der älteren Generation werden sich noch an die ersten Taucheruhren erinnern, unhandliche und schwere Modelle, die man lieber unter dem Taucheranzug versteckt hätte, als dass man sie der Öffentlichkeit präsentieren würde. Unter Eleganz und modischer Dezenz versteht man etwas anderes. Taucheruhren von heute sind von anderen Uhren – egal ob Herren- oder Damenuhr – nicht mehr zu unterscheiden. Es gibt sie mittlerweile in modischen und eleganten Ausführungen, so dass sie auch zu einem Abendanzug oder einem Cocktailkleid getragen werden können. Die Taucheruhr ist salonfähig geworden. Man erinnere sich nur an den James Bond-Film „Casino Royale“, als 007 Daniel Craig aus dem Wasser stieg, am Handgelenk eine Taucheruhr, welche er später auch als Accessoire zu seinem Smoking trug. Das war schon etwas für das Auge… die Uhr natürlich ;-) Weiterlesen

Unruh(ige) Zeiten – das Herzstück des Uhrwerkes

Die Unruh – ohne sie wäre „Funkstille“, ohne sie gäbe es keine Bewegung in der Uhr, denn erst die Unruh bringt Schwung in die Anordnung von Rädern, Wellen und vielen anderen Bauteilen. Die Unruh ist das Herz eines jeden Schwingsystems, welches sich in Kleinuhren wie z.B. Armband- und/oder Taschenuhren befindet. Sie ist der Puls, der der Uhr Leben einhaucht.

Die Unruh ist eine Art Taktgeber; aus ihren Schwingungen wird die Zeit ermittelt. Erfinder ist der Niederländer Christiaan Huygens, der sich im 17. Jahrhundert einen Namen als Astronom, Mathematiker und Physiker gemacht hat. Im Jahre 1675 wurde von ihm die Unruh erfunden, welche er sich auch patentieren ließ. Weiterlesen

Tourbillon – der Wirbelwind unter den Uhren

Das Tourbillon – aus dem Französischen für: Wirbelwind – ist eine technische Vorrichtung, die zum Ausgleich der Ungenauigkeiten des Gangwerks dient, welche durch den Einfluss der Gravidität hervorgerufen werden. Mithilfe des Tourbillons werden Fehler im Schwerpunkt des Schwingsystems kompensiert, welche durch die ständige Lageveränderung, z.B. beim Tragen einer Taschenuhr oder durch eine ungenaue Montage bzw. Auswuchtung der Unruh auftreten können. Das Tourbillon findet man in mechanischen Uhren, vor allem in Armband- als auch in Taschenuhren.

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Limitierte Tourbillon-Uhr von Baumier in 18k – gelbgold – mit 38gr. Feingoldgehalt

Erfinder des Tourbillons ist der Franzose Abraham Louis Breguet. Dieser war es ständig leid, dass seine Taschenuhr bei jeder Lageveränderung eine Gangungenauigkeit aufwies. Aufgrund dessen konstruierte Breguet im Jahre 1795 diese technische Meisterleistung und erhielt 1801 in Paris das Patent dafür. Die Bezeichnung hierfür ist: Régulateur à Tourbillon. Weiterlesen

Räucherstäbchenuhr – Uhrzeit auf exotische Art und Weise

Räucherstäbchen haben im asiatischen Raum viele Bedeutungen. Sie werden zur Entspannung entzündet, sie werden bei Meditationen verwendet und sind Bestandteil von Zeremonien des Glaubens.
Während in der westlichen Welt die Räucherstäbchen eher verpönt sind, gehören sie im östlichen Kulturkreis zur Tagesordnung. Vor vielen hundert Jahren – um genau zu sein ca. 5 bis 7. Jahrhundert n.Chr. – hatten Räucherstäbchen auch noch ein anderes Aufgabengebiet. Sie wurden als Uhren verwendet.
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Die Entwicklung der Uhr im Laufe der Geschichte – Teil 8

Die verlorene Zeit

Bei meiner Recherche über die verschiedenen Zeitalter in Verbindung mit der Entwicklung der Uhren im Laufe der Geschichte fiel mir auf, dass in vielen Literaturwerken als auch diversen Geschichtsbüchern eine Zeitspanne von ca. 1000 Jahren mal so eben ein klein wenig „unterschlagen“ wurde. Es betrifft die Zeit von 500 v.Chr. bis 500 n.Chr. Stellenweise wurde diese Zeitperiode übersprungen, welche zwischen dem Altertum und dem Frühen Mittelalter angesiedelt ist. Dabei bietet diese Epoche so manches aufsehenerregende Stückchen Uhrengeschichte.

Beginnen wir im Jahre 547 v.Chr. Ort des Geschehens: Sparta. Der Protagonist: Anaximander, ein Philosoph und Astronom. Zu besagter Zeit und Ort stellte der Grieche ein sog. Gnomon auf, eine Sonnenuhr.
Wir bleiben in Griechenland, wandern jedoch um einige Jahre in die Zukunft, ins Jahr 380 v.Chr. Platon, der berühmte griechische Philosoph, welcher nebenbei bemerkt ein Schüler des Sokrates war, ließ im Garten der Athenischen Akademie eine Wasseruhr installieren. Diese Wasseruhr wurde auch als Klepsydra bezeichnet und erzeugte mittels Aerokompression Töne, welche durch eine flötenspielende Figur wiedergegeben wurden. Klepsydren hatten zudem noch eine andere Funktion. Sie dienten auch als Zeitmessgerät für die Länge einer Rede, welche z.B. vor Gericht gehalten wurde. Diese Art der zeitlichen Redebegrenzung wurde Jahre später von den Römern übernommen. Weiterlesen