Die Entwicklung der Uhr im Laufe der Geschichte – Teil 1

Die ersten Zeitmessgeräte lassen sich auf das Jahr 4000 v.Chr. datieren. Diese sind also über 6000 Jahre alt. Die ersten Völker, welche den Stand der Sonne, der Planeten, des Mondes, usw. interpretierten, waren die Ägypter sowie die Sumerer. Sie nutzten die Methode der sexagesimalen Zeitmessung, um die verschiedenen Jahreszeiten zu bestimmen.
Während der letzten Eiszeit wurden vermutlich von den damaligen Jägern und Sammlern die ersten Kalender angefertigt. Sie benutzten Holz- und/oder Knochenstücke in verschiedenen Längen, welche genau der Länge eines Mondzyklus entsprachen.

Zu dieser Ära zählt auch Stonehenge in England. Die damalige Megalithkultur nutzte wahrscheinlich die Anordnung der Steine in einem Steinkreis, um monatliche und jährliche wiederkehrende Ereignisse zu bestimmen.

Um ca. 3500 v.Chr. entstanden in der ägyptischen Hochkultur die ersten Schattenuhren. Die ägyptische Schattenuhr war in zehn Areale plus vier Dämmerungszonen aufgeteilt. Eine Schattenuhr kann aus einem Stab bestehen, an welchem auf verschiedene Höhen Markierungen angebracht sind. Ein zweiter Stab, welcher erhöht angebracht war, warf seinen Schatten auf den Stab, an welchem die Tageszeit abgelesen werden konnte. Bei Sonnenaufgang wurde die Uhr in Richtung Osten positioniert, um die Mittagszeit in Richtung Westen.
Auf die gleiche Weise funktionieren Obelisken, welche auch zu dieser Zeit ihre Verwendung fanden. Anhand der verschiedenen Markierungen an einem Obelisk, konnten die Ägypter die Uhrzeit ablesen als auch die Zeiten für die Sonnenwenden im Sommer und Winter.

Etwa 1500 v.Chr. entwickelten die Ägypter eine Schattenuhr, welche die Form eines gebogenen T’s hatte. Der T-Stab war am Morgen nach Osten ausgerichtet, welcher sich zur Mittagsstunde umdrehte, so dass sein Schatten in die entgegengesetzte Richtung geworfen wurde.

Ca. 1600 v.Chr. erfanden die Ägypter die erste Wasseruhr. Die Wasseruhr funktionierte nach folgendem Prinzip. Auf dem Boden einer Schale waren Löcher angebracht. Man setzte die Schale auf das Wasser und durch die Löcher drang dieses langsam in die Schale ein und füllte diese. An der Innenseite der Schale waren Markierungen angebracht und zeigten die Zeit an, welche verstrichen war, bis das Wasser diese Markierung erreicht hatte. Diese Art von Wasseruhr wurde auch als Einlaufuhr bezeichnet. Es gab auch das entgegengesetzte Prinzip, die Auslaufuhr. Bei dieser wurde Wasser in einen Behälter gefüllt, das langsam durch Bohrungen an der Unterseite herauslief. An den Markierungen der Innenseite konnte man dann die Zeit ablesen.
Nach einem ähnlichen Prinzip entwickelten die Ägypter die Sanduhr. Sand wurde in eine Glaskammer gefüllt, der durch eine kleine Öffnung an der Unterseite langsam entweichen konnte und in eine zweite Glaskammer lief, welche an der ersten Glaskammer durch eine zweite Öffnung befestigt war.

Im Jahre 1000 v.Chr. bewiesen auch die Chaldäer ihren Erfindungsgeist. Die Chaldäer sind ein antikes Volk aus Mesopotamien. Die Chaldäer – damals führend auf dem Gebiet der Sterndeutung und Wissenschaft – entwickelten ein geschlossenes Maßsystem in Form eines Würfels. Der Würfel, der mit Wasser gefüllt war, ermöglichte die Bestimmung der Zeit, die Bestimmung eines Gewichtes als auch die Bestimmung von Längen.

Eine andere Art der Zeitmessung entwickelten die Ägypter im Jahre 600 v.Chr. Um auch die Uhrzeit während der Nacht zu bestimmen, wurden zwei Lot-Linien, sog. Merkhets, auf den Polarstern ausgerichtet. Unter Beobachtung der Bewegungen des Polarsterns und anderer Sterne konnte so an den von Nord nach Süd ausgerichteten Linien die Nachtzeit bestimmt werden.

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Infografik: Geschichte und Highlights der Uhr 

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