Der stetige Aufstieg der Uhrenmanufaktur Kienzle

1822 ist das Jahr, in welchem Johannes Schlenker in Schwenningen seine Uhrenmanufaktur ins Leben ruft. Seit diesem Tag sieht Schlenker wie auch seine Nachfolger den Menschen im Fokus, für den diese präzisen Begleiter hergestellt werden. Innovation und technischem Fortschritt zum Trotz, bleibt es immer der Mensch, der die Uhr vervollständigt. 12-stündige Holzuhren waren nur der Anfang für ein Unternehmen, das sich bis heute über seinen ausgezeichneten Ruf freuen kann. Auch seine Söhne wurden Teil des Unternehmens, welches zu deren Übernahme bereits 2000 Pendel- und Wanduhren mit der Hilfe von 20 Mitarbeitern herstellte.

In den folgenden 61 Jahren wurden weitere Uhrenvariationen durch die fleißigen Hände der Mitarbeitern gefertigt. „Nachtwächterkontrolluhren“ traten ihre Reise vom Standort in Schwenningen in die ganze Welt an. Durch Heirat kommt 1883 der 24-jährige Jakob Kienzle in die Familie und erhält die Teilhaberschaft am nunmehr „Schlenker & Kienzle“ genanntem Unternehmen, welches er zusammen mit dem Enkel von Johannes Schlenker leitet. Die serienmäßige Fertigung von Weckern und Regulatorwerken mit Namen „Flügelrad“ erweitern die kaufmännischen und unternehmerischen Möglichkeiten der Familie. Bevor Kienzle 1897 der Alleininhaber der Firma wird, beginnt 1889 die Produktion von Taxameter-Uhren und 1894 wird von ihm die amerikanische Produktion eingeführt.

Zum Jahrhundertwechsel wird das Sortiment um Küchen-, Stech- und Tischuhren erweitert. Die Krönung des Engagements fand sich in der Eröffnung einer Filiale in Mailand sowie eines Verkaufsbüros in London nur zwei Jahre später. Die Jahre 1903 und 1904 sind geprägt von der Übersteigung der Produktionsmarke von 1 Millionen, einer weiteren Filiale in Paris, sowie die Produktion von Taschenuhren, die sich nicht im oberen Preissegment befinden. Der Erfolg in den kommenden Jahren bestätigt die gewissenhafte Leistung. Bereits 1975 entsteht die 25-millionste Uhr mit dem Werk 051, 1976 sind es Quarz-LED-Uhren, die die Produktionsfreude von „Kienzle Uhrenfabrik GmbH“, wie sie seit 1964 bezeichnet wird, nachdem mehrere Unternehmensformen vorangegangen waren, antreibt.

Nach Übernahme, Konkurs und Verlagerung der Produktion nach China, sind es im Jahr 2002 internationale Investoren, die die Kienzle AG neu gründen. Nun besinnt man sich auch wieder auf Tradition, wodurch unter anderem erneut mechanische Uhren hergestellt werden. Die Umstrukturierung und Neuausrichtung zeigt bis zum heutigen Tage, dass von der „alten Kunst“ nichts verlernt wurde. Besonders die neue KIENZLE-Linie 1822 Funk Herren weiß durch 100% Präzision zu überzeugen und in verschiedenen Designvarianten zu begeistern. Für besondere Augenblicke sorgt der Zeitmesser in Edelstahloptik, welcher mit einem Durchmesser von 42 mm und höchster Ganggenauigkeit die hohen Anforderungen des Trägers spielend erfüllen kann. Das feingliedrig satinierte Edelstahlband schließt nahtlos an geradlinig zulaufende Bandstoß-Stege an und vervollständigt eine harmonisches Duett aus subtiler Zeitmessung sowie zeitlos klassischem Design.