Die Amant-Hemmung ist eine abgewandelte Form der Graham-Hemmung und wurde 1741 von Louis Amant erfunden, der sie damals als Stiftenhemmung bezeichnet hat. Das Hemmungsrad wird hier als Stiftrad bezeichnet und weist keine Zähne, sondern achsparallele Stifte auf. Anstatt des Ankers findet hier die Schere ihren Einsatz in der Hemmungsphase, wobei deren Haken gegeneinander ausgerichtet sind. Die radiale Wirkung der Haken verläuft beim Eingangs-Haken von innen nach außen auf die Stifte, beim Ausgangs-Haken von außen nach innen. Die Amant-Hemmung findet man häufig bei Pendeluhren wie z.B. Turm- und Kirchenuhren.