Die rückführende Ankerhemmung wurde Ende des 17. Jahrhunderts erfunden. Gegenüber der Spindeluhren verbesserte diese die Genauigkeit der Uhr enorm. Da die Achsen des Hemmungsrades sowie die der Ankerwelle parallel auf einer Ebene gelagert sind, ist die Konstruktion der Ankerhemmung um einiges einfacher ausgeführt als bei der Spindelhemmung. Aufgrund der Form der Hebeflächen erfolgt bei jeder Schwinung eine Rückbewegung des Räderwerks entgegen seiner Antriebsrichtung.
Die ruhende Ankerhemmung wurde 1715 von George Graham erfunden. Diese ruhende Ankerhemmung ist als die Graham-Hemmung in die Geschichte eingegangen. Graham erstellte eine exakte Berechnung der Ankerform an, wodurch eine Rückbewegung des Räderwerks völlig ausgeschaltet wurde. Die Graham-Hemmung wurde speziell in Präzisionsuhren eingebaut und fand bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts Verwendung im Uhrmacherhandwerk. Aufgrund der sehr genauen Fertigung und den dazu höheren Produktionskosten wird die Graham-Hemmung selten für Gebrauchsuhren verwendet.