Johann Mannhardt – einer berühmter Erbauer von Turmuhren – erbaute 1878 die Berliner Rathausuhr. Diese gilt bis heute als wahres Meisterwerk unter den Turmuhren. J. Mannhardt benötigte 13 Jahre um den Bau der Rathausuhr fertigzustellen.

Die Uhr ist eine Rarität in ihrer Ausführung und Konstruktion. Sie verfügt über unglaubliche Dimensionen. Jedes der vier Ziffernblätter hat einen Durchmesser von 5 Metern. Die Zeiger weisen eine massive und schwere Ausführung auf, da sie auch den Belastungen der Naturgewalten wie Sturm, Regen, usw. standhalten müssen und trotzdem einen gleichmäßigen Gang aufweisen müssen. Die Minutenzeiger weisen eine Länge von 2,5 Metern auf. Die Stundenzeiger sind nur geringfügig kleiner ausgeführt. Eine weitere Sensation sind die schweren Hämmer, welche zum Schlagen der Stunden und Viertelstunden an den Glocken angebracht waren.

Die Zifferblätter wurden aus Gusseisen gefertigt und wurden als eisernes Gerippe konfiguriert. Zwischen den einzelnen Rippen und Streben sind kleine und größere Glasscheiben eingesetzt. Diese sind auf der Rückseite weiß getüncht. Jede Ziffer (1 – 12) wurde auf eine kreisrunden Scheibe aufgebracht, welche mit Hilfe von Schrauben an dem Gusseisengerüst befestigt waren. Jede Scheibe weist einen Durchmesser von ca. 60 cm auf. 1892 wurden hinter jedem Ziffernblatt elektrische Glühlampen angebracht, welche ein- und ausgeschaltet werden konnte.