Als Brücke wird häufig eine brückenförmige Grundplatte in Werken von Taschenuhren bezeichnet, welche für das hintere Spindellager oder Unruhwellenlager als Lagerstätte dient. Die Brücke verfügt in der Regel über zwei Befestigungspunkte.
Die Brücke wird auch bei Großuhren angewandt und dient zudem als Lagerplatte für die Lager der Laufräder. Das Prinzip der Brücke oder Lagerplatte wird seit ca. Anfang des 19. Jahrhunderts bei Taschenuhren angewandt.
Das Brückensystem hat zudem den Vorteil, dass die verschiedenen Bauteile der Uhr von außen sichtbar gemacht werden. Dies ermöglicht eine bessere Kontrolle als auch eine Vereinfachung bei Eingriffen in das Räderwerk. Dieses System wurde von der Fa. Vacheron & Constantin in Genf entwickelt.
Das Brückenwerk – wie die Brücke oder das Brückensystem auch genannt wird – besteht aus einer Platine (Grundplatte) mit Brücken und Kloben. Unter dieser Platine sind die Räder des Uhrwerks einzeln gelagert. Entwickelt wurde dieses System ursprünglich von dem Schweizer Jean Antoine Lépine.