Als Digitron wird eine Gasentladungsröhre bezeichnet, welche die Entladung von Gasen auf sog. Kaltkathoden zur Anzeige von Ziffern und/oder Zeichen nutzt. Dieser Vorgang wird auch als Glühemission bezeichnet. Kathoden sind Elektroden, an welcher Reduktionsreaktionen ablaufen.

Die Kaltkathoden sind aus Blech gestanzte Ziffern, welche in einem Anodenzylinder (Anode = Gegenelektrode zur Kathode) hintereinander angeordnet sind und je nach Ansteuerung die entsprechende Ziffer aufleuchten lassen. Sie können auch aus sieben Segmenten zusammengefügt sein, welche bei entsprechender Impulsgebung die verschiedenen Ziffern bilden. (siehe auch Siebensegmentziffern).

Das System Digitron wird auch als Fluoreszenzanzeige bezeichnet oder Vakuumfluoreszenzanzeige (VFD). Das Funktionsprinzip sieht wie folgt aus: Zwischen einer Glasscheibe und einer zweiten Glasplatte sind die VFD eingebaut. Beide Platten sind mit einem sog. Glaslot miteinander verbunden, so dass sich die VFD in einem Vakuum befindet. Die Ziffern oder andere Leuchtsegmente bilden die sog. Anoden, welche mit einem, mit Oxid beschichteten Wolframdraht verbunden sind. Diese Anordnung wird auch als direkt beheizte Kathode bezeichnet. An der Kathode (dem Wolframdraht) werden Elektronen freigesetzt, welche zu der Anode wechseln. Die aufgetragene Leuchtstoffschicht (Fluoreszenz) auf der Anode beginnt zu Leuchten, wenn die Elektronen auf diese auftreffen. Um den Elektronenstrom steuern zu können, ist vor der Anoden-Anordnung ein Gitter angebracht. Die Anzeige oder Teile davon leuchten, wenn das Gitter als auch das Anodensegment elektrisch positiv geladen sind und die Kathode eine negative Spannung aufweist. Die Spannung, welche zwischen Kathode und Anode herrscht, liegt je nach Konstruktion zwischen 10 und 50 Volt.