Email wird auch als Schmelzglas bezeichnet und dient als Überzug für Gegenstände aus Metall oder gebrannter Erde. Das Emaillieren eines Gegenstandes funktioniert wie folgt: Das Email wird in Pulverform zusammen mit Wasser zu einer breiigen Masse verrührt. Nachdem der Gegenstand mittels Beizen mit Säure gereinigt wurde, strich man die Glasmasse auf den Gegenstand. Danach wurde dieser in einen Brennofen geschoben, so dass die Glasmasse bei einer Temperatur von ca. 900 Grad Celsius schmelzen konnte. Nach dem Erkalten bildet das Email eine harte, glatte und glänzende Schicht. Auf die erste Schicht – welche auch als Grundfritte bezeichnet wird – folgt ein weiterer Durchgang. Hierbei wird das sog. Deckemail aufgetragen.
Die Emailkunst war schon bei den alten Ägyptern ca. 3000 vor Christus bekannt, ebenso bei den Griechen, Chinesen, Japanern und Indern. Die Emailziffernblätter wurden seit Beginn des 16. Jahrhundert.
Uhren mit Email-Ziffernblatt gelten als besonders wertvoll.