Die Feder einer Uhr ist im sog. Federhaus untergebracht. Ein Ende der Feder ist an der Innenseite des Federhauses angebracht, das andere Ende am Federkern. Beim Aufziehen mit einem Schlüssel wird die Feder gespannt, in dem ein Ende gedreht wird, während das andere Ende fest fixiert bleibt.

Man unterscheidet zwei Arten von Federhäusern.

- Das feststehende Federhaus ist an der Platine verschraubt, das Gesperr der Uhr ist zwischen dem Federkern und dem Antriebsrad eingebaut. Das feststehende Federhaus kommt häufig bei deutschen Uhren vor. Es fand vor allem im Schlagwerk seine Verwendung. Die meisten Uhren mit feststehendem Federhaus haben eine Gangdauer von ca. 30 Stunden.

- Beim umlaufenden Federhaus wird der Federkern beim Aufziehen gedreht um die Feder auf Spannung zu bringen. Das Gesperr ist hier – im Gegensatz zum feststehenden Federhaus – an der Platine fixiert. Das umlaufende Federhaus findet man in holländischen und allen französischen Uhren ab dem Jahre 1650. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts wurde diese Art des Federhauses in allen federgetriebenen Uhren übernommen.