Als Federzuguhr wird in der Regel eine mechanische Räderuhr bezeichnet, welche anstelle eines Gewichtes mittels einer Feder aufgezogen wird. Die hierbei verwendete Zugfeder ist in einem trommelförmigen Federgehäuse untergebracht. Die Spannung oder Aufzug erfolgt mittels eines Uhrenschlüssels oder einer Aufzugsvorrichtung.
Mit nachlassender Federspannung beim Ablauf verändert sich die Antriebskraft, was zu unterschiedlichen Ganggeschwindigkeiten führen kann. Aufgrund dessen ist eine Ausgleichsvorrichtung notwendig, welche aus einer sog. Federbremse, der Trommel und einer Schnecke bestand.
Die ersten Federzuguhren wurden zu Beginn des 15. Jahrhunderts erstmalig gebaut. Aus dieser Zeit – 1430 – ist die älteste Federzuguhr noch erhalten. Es handelt sich hierbei um die Gotische Uhr von Phillip dem Guten von Burgund. Jedoch wird heute angenommen, dass der Federzug erst viel später in die Uhr eingesetzt wurde.

Der Federzug war Voraussetzung für jede tragbare Uhr.
Siehe hierzu auch Federspannung, Antriebsfeder als auch Räderuhr.