Das Gehäuse ist ein wichtiger Bestandteil einer jeden Uhr. Es dient als Schutz vor äußeren Einflüssen wie Schmutz, Feuchtigkeit, Berührungen, usw.
Für das Gehäuse werden die unterschiedlichsten Materialien verwendet. Von Holz, Kunststoff, die verschiedensten Metalle bis hin zum Glas ist alles vertreten.
Form und Größe des Gehäuses richten sich nach dem Uhrentyp. Bei Großuhren umschließt das Gehäuse die Uhr in einer einzigen Form. Bei Kleinuhren, wie z.B. Armbanduhren, ist das Gehäuse oftmals Teil des Uhrwerks und ist als Boden, Mittel- und Oberteil definiert.
Großuhren wie z.B. Standuhren verfügen in der Regel über ein Holzgehäuse, welches man in drei Teile aufgliedern kann. Das Gehäuse besteht aus Sockel, Schaft und dem sog. Uhrenkopf. Der Sockel war i.d.R. mit dem Schaft fest verbunden. Auf der Frontseite war eine Tür eingebracht, durch die man zum Pendel und an die Gewichte gelangen konnte. Der Schaft wird deshalb auch als Pendelkasten bezeichnet. Der Uhrenkopf ist am oberen Ende des Pendelkastens angebracht. Auf dessen Vorderseite befindet sich immer eine Glastür, hinter der sich das Ziffernblatt befindet.
Gehäuse dienen jedoch nicht nur dem Schutz der Uhr, sondern sie sind auch ein schmückende Verkleidung. Die Gehäuse von Uhren wurden – vor allem in der Vergangenheit – oftmals aufwändig mit Gold, Keramik, Silber, Email und anderen Materialien verziert. Die Verzierung als auch die Form des Gehäuses richtete sich nach der jeweiligen Mode, die in der jeweiligen Epoche vorherrschte.
Ein Gehäuse hat sich seit dem ersten Entwurf jedoch so gut wie gar nicht verändert. Das Gehäuse der Taschenuhr weist bis heute die runde, flache Form auf.
Es gibt auch Gehäuse, welche eine spezielle Aufgabe zu erfüllen haben wie z.B. die wasserdichten Uhrengehäuse. Diese verfügen über spezielle Dichtungen, so dass kein Wasser in das Gehäuse eindringen kann. Dieselbe Ausfertigung gibt es auch als Vakuum-Variante.