Das Gesperr wurde von John Harrison erfunden und ist ein wichtiger Teil des Uhrwerks. Das Gesperr findet sich vor allem bei Pendeluhren, welche durch Gewichte getrieben werden. Der Mechanismus hat die Aufgabe, die Bewegung eines Körpers zu verhindern.

Das Gegengesperr ist eine erweitere Konstruktion des Gesperrs und verhindert die Rückwärtsbewegung des Sperrrades. Zudem sorgt das Gegengesperr dafür, dass während des Aufzuges die Antriebsenergie erhalten bleibt und die Uhr nicht stehen bleibt.

Das Gesperr wird in zwei Versionen unterteilt. Uhren, welche einen Federantrieb aufweisen bzw. einen Gewichtsantrieb, befindet sich das Gesperr im Aufzug. Hier ist das Federhausrad mit dem Federhaus verbunden und verhindert so eine Rückwärtsbewegung oder einen Stillstand. Dann gibt es Gesperre, welche eine Bewegung nur in eine bestimmte Richtung verhindern. Diese werden auch Formrichtgesperre oder Klinkengesperre genannt.

Das Gesperr besteht aus folgenden Teilen: das Sperrrad, dem Sperrkegel, welcher auch Sperrklinke genannt wird sowie der Sperrfeder. Bei Taschenuhren, welche mittels eines Schlüssels aufgezogen werden, sind Sperrklinke und die Sperrfeder ein Bauteil.

Bei den Gesperren wird zusätzlich zwischen Gesperren ohne bzw. mit Rücklauf unterschieden. Gesperre, welche mit Rücklauf ausgelegt sind, werden hauptsächlich bei Uhrwerken mit Federaufzug verwendet. Dadurch wird eine Überspannung der Feder verhindert.