Die Kugellaufuhr gehört zur Gruppe der Tischuhren und wurde erstmals im 16. Jahrhundert konstruiert. Die Erfinder der Kugellaufuhr waren Margraf und Grollier de Serriere.
Bei der Kugellaufuhr laufen Kugeln über eine schiefe Ebene von oben nach unten, was wiederum als Antrieb genutzt wird oder einfach der Optik dient.
Da wo sich bei anderen Tischuhren die Hemmung befindet, wird bei dieser Art Uhr eine Kugel in einem exakt bestimmten Zeitraum in Bewegung gesetzt. Die Kugel rollt in einer Schiene entlang und setzt an ihrem Ausgangspunkt einen Mechanismus in Gang, welcher die Kugel mittels einer Hebevorrichtung (ähnlich wie bei einem Lift) an ihren Ausgangspunkt zurückbringt. Je nach Einstellung rollt die Kugel (oder auch mehrere Kugeln) jede viertel, halbe oder volle Stunde die Schiene hinab.
Die Laufebenen der Kugeln sind in verschiedenen Anordnung ausgeführt. Es gibt gerade Schienen sowie spiralförmig um die Uhr angeordnete Schienen. Es können auch mehrere Schienen oder Rinne in verschiedenen Ausführungen angebracht sein.
Kugellaufuhren kann man unter anderem im Britischen Museum in London bewundern, welches über eine exquisite Uhrensammlung verfügt.