Der berühmte Uhrmacher Graham nannte den Ausgleich von Temperaturstörungen durch Nutzung von Quecksilber Merkurialkompensation.
Dieses Verfahren findet sich z.B. beim Quecksilber-Kompensations-Pendel. Hierbei befindet sich das Quecksilber in einer schmalen Röhre (ähnlich einem Quecksilberthermometer) und ist am unteren Ende der Pendelstange montiert. Verlängert sich durch Wärme das Pendel, so steigt auch die Quecksilbersäule in der Röhre, welches meist ein zylindrisches Glasgefäß ist. Bei Kälte sinkt das Quecksilber wieder.
Durch die Ausdehnung bzw. das Zusammenziehen des Quecksilbers bleibt bei Längenveränderungen des Pendels der Schwingungsmittelpunkt bzw. der Schwerpunkt des Pendels stets in gleicher Entfernung zum Drehpunkt.