Monduhren gehören zu der Gruppe der astronomischen Uhren, wie z.B. die Sonnenuhr. Siehe hierzu auch Mondwechseluhr.
Die Monduhr – welche auch als Tag- und Nachtuhr bezeichnet wird – ist eine zusätzlich konstruierte mechanische Einrichtung, welche die Sonnenuhr ergänzt. Hierbei wird im Zentrum der Sonnenuhr ein kreisförmiger Ring angebracht, auf den eine Mondskala angebracht ist. Dieser Mondring ermöglicht das Ablesen der Uhrzeit auch bei Nacht.
Bei Monduhren ist jedoch zu beachten, dass die Mondphase nicht immer mit der aktuellen Uhrzeit übereinstimmt. Dies ist nur bei Vollmond der Fall. Wird bei Vollmond die Uhrzeit abgelesen, so entspricht diese exakt der momentan aktuellen Uhrzeit. Bei abnehmendem oder zunehmendem Mond muss die Zeit korrigiert bzw. berechnet werden. Beim Durchlauf der verschiedenen Mondphasen ergibt sich eine tägliche Abweichung bzw. Verspätung zur Sonne von ca. 48 Minuten.
Oftmals sind auf der Monduhr die entsprechenden Umrechnungsscheiben mit angebracht, welche das Berechnen der aktuellen Zeit erleichtern.
Aufgrund der Ungenauigkeit bzw. der ständig vornehmenden Berechnungen werden Monduhren nur noch selten hergestellt. Man findet jedoch in diversen Museen einige beeindruckende Monduhren ausgestellt, welche antik sind und aufwändig restauriert wurden.