Die Nixie-Röhre ist ein elektronisches Element, welches zur Darstellung verschiedener Zeichen oder Ziffern genutzt wird. Das Funktionsprinzip ähnelt dem einer Glimmlampe. Erstmals in Betrieb genommen wurde die Nixieröhre im Jahr 1957. Bekannt ist dieses System jedoch schon seit den 1920er Jahren.
Der Name Nixie wurde 1954 in den USA als Warenzeichen registriert und steht für Numeric Indicator Experimental No.1.
Die Zeichen oder Ziffern – in der Regel von 0 bis 9 – wurden aus einem dünnen Blech gestanzt bzw. aus einem Draht zurecht gebogen. Die Zeichen wurden voneinander elektrisch isoliert und als Kathoden verwendet. Dazu wurden sie in einem mit Edelgas – in der Regel Neon – gefüllten Rohr angeordnet. Um Strom leiten zu können, bedarf es noch einer sog. Anode, welche in Form eines Metallgitters in der edelgasgefüllten Röhre mit enthalten war. Wurde eine Spannung angelegt – zwischen 80 bis 250 Volt – glimmte das Zeichen auf wie der Glühdraht einer Glühbirne.
Nixieröhren bzw. die Ziffern kann man auch in unterschiedlichen Farben darstellen. Hierbei ist das Edelgas, welches in der Röhre verwendet wird, ausschlaggebend. Die Zeichen waren max. 12 cm hoch. Pro Röhre waren 12 Zeichen möglich.
Anwendungsbereich der Nixieröhren war vor allem in den 1960er und 1970er Jahren die Anzeige von Ziffern in Messgeräten. Nach Einführung der Vakuumfluoreszenz sowie der Leuchtdioden – siehe auch LED und LCD, als auch Segmentanzeige – verloren die Nixieröhren schnell an Bedeutung.
In der heutigen Zeit werden diese nur noch von Hobby-Bastlern verwendet. Hergestellt werden diese nicht mehr, weshalb eine Nixieröhre sehr teuer in der Anschaffung ist. Die Preise erzielen auf dem Markt Höchstwerte.