Als Normaluhr wird eine öffentlich zugängige Uhr bezeichnet, nach deren Einstellungen alle anderen öffentlichen als auch privaten Uhren gestellt bzw. reguliert werden. Der Gang der Normaluhr wird ständig überwacht. Die Normaluhr gehört zur Gruppe der Präzisionsuhren und orientiert sich an den astronomischen Beobachtungen.
Um die Ganggenauigkeit der Normaluhr zu gewährleisten, wir das sog. Jones-System benutzt. Bei diesem System werden in kurzen Zeitabständen – in der Regel alle 2 Sekunden – von der Zentraluhr elektrische Impulse ausgesandt. Dadurch wird die Schwingdauer des Pendels einer zu regulierenden Uhr kontinuierlich mit dem Schwingen der Normal- oder Zentraluhr in Einklang gebracht. Hierzu werden Magnete verwendet, welche entweder am oder seitlich an dem zu regulierenden Pendel befestigt sind.
Die Berliner Normal-Uhr wurde 1872 ins Leben gerufen. Erfinder dieser war der Leiter der Berliner Sternwarte, Prof. Dr. Förster. Konstruiert hat die Berliner Normal-Uhr vom dem Hofuhrmacher Friedrich Tiede.
Nach einiger Laufzeit wurde die Berliner-Normal-Uhr auch von anderen Städten wie z.B. Köln, Dresden, Bremen, usw. übernommen. Siehe hierzu auch Normalzeit, Berliner Normal-Uhr, Funkuhr, Atomuhr.