Die Ortszeit ist die Zeit, die für den Längengrad des Beobachtungsortes gilt. Entlang dieses Längengrades – egal ob Süd- oder Nordhalbkugel – gilt die gleiche Ortszeit. Die Abkürzung für Ortszeit ist OZ. Das Gegenteil von Ortszeit ist die sog. Zonenzeit (siehe hierzu auch Zeitzone und Zonenzeit).

Die Ortszeit kann in zwei verschiedene Typen unterschieden werden. Es gibt eine sog. WOZ, die Wahre Ortszeit und die MOZ, die Mittlere Ortszeit. Die Wahre Ortszeit schwankt im täglichen Rhythmus der Zeitgleichung, da diese durch die Kulmination der Sonne bestimmt wird. Bei der Mittleren Ortszeit hingegen weicht der Rhythmus der Zeitgleichung von der Kulmination der Sonne ab. Die MOZ fand man bei Präzisionspendeluhren in Observatorien.

Einführung der Zeitzonen war einer Initiative der Kanadier zu verdanken. Bis 1884 galten offiziell die verschiedenen Ortszeiten, was sich vor allem beim Eisenbahnverkehr mehr als störend auswirkte (siehe auch Zeitzonen).