Der Pendelmotor ist ein sog. Pendelschwinger, welcher auf direktem Weg angetrieben wird. Gesteuert wird dieser durch einen Kontakt oder auch einen sog. Schalttransistor. Anstelle der Pendellinse wird als sog. Pendelmasse ein Dauermagnet genutzt. Hierbei kann man zwischen zwei Ausführungen unterscheiden: dem Dauermagneten mit einem kreisförmigen Querschnitt (Ringsegment) und einer sog. Dauermagnetscheibe. Bei der Ausführung als Ringsegment wird der Dauermagnet in eine oder mehrere Antriebsspulen geführt, welche einen Impuls auf das Pendel abgeben und es somit in Bewegung setzen. Bei der zweiten Ausführung wird eine Dauermagnetscheibe als Pendellinsenersatz verwendet. Die Magnetscheibe schwingt zwischen zwei seitlich angeordneten Spulen, welche einen magnetischen Impuls abgeben.
Beim Einsatz von Pendelmotoren sollte beachtet werden, dass diese durch andere Magnetfelder beeinflussbar sind. Aufgrund dessen wird anstelle der Pendellinse auch häufig eine sog. Flachspule angebracht. Diese schwingt durch ein feststehendes Magnetfeld und wird mittels eines Schalters gesteuert, der an der Pendelstange angebracht ist. Bei dieser Version haben andere Magnetfelder keine Möglichkeit, die Pendelamplitude zu beeinflussen.
Ein Pendelmotor kann auch mittels eine sog. Schalttransistors gesteuert werden. Hierbei wird eine Zweispulenantriebsschaltung verwendet. Bei dieser Art von Schaltung sind die Steuerspule und die Antriebsspule übereinander gewickelt.
Eine der bekanntesten kontaktgesteuerten Pendeluhren mit Pendelmotor ist die ATO-Pendeluhr, welche von dem französischen Uhrenhersteller Hatot konstruiert wurde.
Der erste Pendelmotor wurde von dem Schweizer Mathias Hipp um 1878 erfunden.