Der Erfinder des Quecksilberkompensationspendels war George Graham im Jahre 1721 (siehe Quecksilberkompensationspendel). Jedoch weist diese Art eines Kompensationspendels auch Nachteile auf. Solange der Atmosphärendruck konstant ist, arbeitet das Pendel äußerst genau. Verändern sich jedoch die Luftdruckverhältnisse, z.B. aufgrund einer Lageveränderung von Höhe Meeresspiegel auf 1000 Höhenmeter, wirkt sich das ungünstig auf das Quecksilber sowie dessen Eigenschaften aus, so dass die Ganggenauigkeit der Uhr nicht mehr gewährleistet ist.

S. Riefler aus München hat das Quecksilberkompensationspendel weiter entwickelt. Riefler verwendet ein Stahlrohr, welches bis zu 2/3 mit Quecksilber gefüllt ist. Zudem verfügt das Pendel über eine Metalllinse, welche mehrere Kilogramm Gewicht aufweist sowie zusätzliche, scheibenförmige Gewichtskörper, welche für die Korrektur der Kompensation benötigt werden. Je nach Bedarf können Gewichtsscheiben abgeschraubt oder hinzugefügt werden. Die Kompensation erfolgt bei diesem System durch eine Änderung des Pendelgewichtes. Die Höhe der Quecksilbersäule bleibt davon unberührt.

Die Regulierung erfolgt auf folgende Weisen:

a) durch das Verschieben der Metalllinse kann eine grobe Kompensation erfolgen.

b) die weitere Regulierung erfolgt durch die scheibenförmigen Gewichtskörper, welche es in verschiedenen Gewichtsklassen gibt.

c) die Feinjustierung erfolgt durch spezielle Zusatzgewichte, welche im 1/100 Grammbereich liegen. Diese Zusatzgewichte werden in einem kleinen Behälter gelegt, welcher an einer genau berechneten Stelle des Pendels montiert ist. Die Zusatzgewichte können während des Schwingvorgangs hinzugefügt oder entnommen werden.