Die Sanduhr ist ein Zeitmesser. Durch eine Öffnung bzw. Verengung fließt eine bestimmte Sandmenge innerhalb eines konstanten Zeitabschnittes.
Im 15. Jahrhundert, als es den Glasbläsern gelang durchsichtiges Glas herzustellen, wurde der der Zeitmesser erfunden, welcher aus zwei mit einer Öffnung verbundenen Glasbirnen besteht. Es wurde eine zuvor abgemessene Menge an Blei- oder Marmorsand eingefüllt, welche von einem Glasgefäß in das andere rinnt.
In Venedig und Nürnberg wurden auch Sanduhren hergestellt, welche zwei, drei oder auch vier Doppelgläser enthielten. Dadurch war es möglich verschiedene Zeiten angeben zu können, da jede Sanduhr mit einer anderen Menge ausgestattet war bzw. die Öffnungen zwischen den beiden Glasbirnen größer bzw. kleiner waren.
Eine außergewöhnliche Form der Sanduhr war die Kanzeluhr. Diese wurde von Priestern verwendet, wenn sie auf der Kanzel ihre Predigt hielten.