Eine Schachuhr wird – wie der Name schon sagt – beim Schachspiel eingesetzt. Die Uhr weist zwei Uhrwerke sowie zwei Ziffernblätter auf und dient der Spielzeitmessung. Während ein Uhrwerk läuft, steht das andere still. In den internationalen Schachregeln ist festgelegt, dass bei Schachturnieren jeder Spieler für seine Züge max. 2,5 Stunden Zeit hat. Danach wird das Spiel abgebrochen und am nächsten Tag fortgesetzt.

Die Schachuhr funktioniert nach dem Stoppuhr-Prinzip. Nachdem der eine Spieler seinen Zug vollendet hat, drückt er die Stopptaste seiner Uhr. Gleichzeitig wird über einen Kontakt die zweite Uhr des anderen Spielers in Gang gesetzt. Wenn dieser seinen Zug ausgeführt und die Stopptaste seiner Uhr betätigt hat, wird Uhr 1 wieder in Gang gesetzt.

Die erste Schachuhr wurde 1853 erstmalig auf einem Turnier eingesetzt. Dies wurde mit einer 5-Minuten-Sanduhr bewerkstelligt. Nach diesem Uhrprinzip hatte jeder Spieler für einen Zug 5 Minuten Zeit.

Die Schachuhr, wie sie auch heute noch auf dem Markt ist, wurde 1883 von dem Engländer J. Wilson entwickelt. Die Regeln sahen hier vor, dass jeder Spieler für 40 Züge 2,5 Stunden Zeit hatte.