Die Taschenuhr wird auch als tragbare Uhr bezeichnet, welche am Körper des Menschen getragen wird. Die ersten Taschenuhren wurden bereits Anfang des 16. Jahrhunderts hergestellt.

Taschenuhren wird unter anderem mit folgenden Hemmungen: Spindelhemmung, Zylinderhemmung, Ankerhemmung, Duplexhemmung. Die Taschenuhren wurden auch nach ihrer Hemmung bezeichnet, z.B. Duplexuhren.

Des Weiteren verfügten Taschenuhren auch über Schlagwerke, welche sowohl die Viertelstunden als auch die vollen Stunden angaben. Diese Uhren werden aufgrund des Schlagwerkes auch Repetieruhren genannt.

Taschenuhren, vor allem die Uhrendeckel, wurden oftmals aufwändig verziert.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts verlor die Uhr ihre Beliebtheit und wurde im Laufe der Zeit durch die Armbanduhr ersetzt.

Die Taschenuhr beeindruckt auch durch andere Angaben. Die Unruh einer Taschenuhr schwingt in der Sekunde fünfmal. Das macht hochgerechnet in der Minute 300 Schwingungen, in der Stunde 18.000, am Tag 432.000 und auf das ganze Jahr gesehen insgesamt 157.680.000 Schwingungen.

Für eine Schwingung legt die Uhr 1 Umdrehung (bei guten Uhren 1,5) hin. Wenn man bedenkt, dass die Unruh einen Umfang von ca. 57 mm hat, legt die Uhr in einer Sekunde einen Weg von knapp 30 cm zurück, in der Minute 17 Meter, in der Stunde 1,2 Kilometer, am Tag 24,5 Kilometer und im Jahr knapp 9000 Kilometer. Hochgerechnet auf ein Uhrenleben, das ohne Weiteres viele Jahre andauern kann, umrundet eine gute Taschenuhr mehrmals die Erde.

Bei den Taschenuhren gibt es auch sog. Vertikale Taschenuhren. Diese wurden nach einer vertikalen Steigradhemmung benannt, welche in der Taschenuhr verbaut war.

Im Gegensatz dazu wurde die Zylinderuhr auch als horizontale Taschenuhr bezeichnet, da in ihr eine horizontale Hemmung verbaut war.