Ab ca. 1730 wurden im bergischen und westfälischen Raum die Zahnräder überwiegend aus Messing gefertigt. Die Triebe waren Konstruktionen aus Stahl. Die Zahnräder sind Elemente, mit denen eine Antriebskraft und/oder eine Bewegung übertragen werden kann. Eine Ausnahme bildet das Zeigerwerk. Bei diesem treiben die Räder die Triebe an.

Als Triebe werden kleine Zahnräder bezeichnet, welche weniger als 20 Zähne aufweisen. Die bergisch-westfälischen Uhren verfügten in der Regel über 6 bis 12 Zähne. Der Trieb wird aus dem Material der Achse heraus gefräst.

In den Schwarzwalduhren gibt es sog. Hohl- oder Korbtriebe. Bis zur Erfindung der Zykloidenverzahnung konstruierten die Uhrmacher ihre Zahnformen empirisch, um einen möglichst gleichförmigen Bewegungsablauf des Räderwerks in einer Uhr zu erreichen. Bei alten Uhren findet man noch auf einem Zahnrad die unterschiedlichsten Zahnformen, welche z.T. ein sehr großes Spiel aufwiesen, da sie mit dem Nachbarrad nicht übereinstimmten, was den Bewegungsablauf oft behinderte.