Die verlorene Zeit
Bei meiner Recherche über die verschiedenen Zeitalter in Verbindung mit der Entwicklung der Uhren im Laufe der Geschichte fiel mir auf, dass in vielen Literaturwerken als auch diversen Geschichtsbüchern eine Zeitspanne von ca. 1000 Jahren mal so eben ein klein wenig „unterschlagen“ wurde. Es betrifft die Zeit von 500 v.Chr. bis 500 n.Chr. Stellenweise wurde diese Zeitperiode übersprungen, welche zwischen dem Altertum und dem Frühen Mittelalter angesiedelt ist. Dabei bietet diese Epoche so manches aufsehenerregende Stückchen Uhrengeschichte.
Beginnen wir im Jahre 547 v.Chr. Ort des Geschehens: Sparta. Der Protagonist: Anaximander, ein Philosoph und Astronom. Zu besagter Zeit und Ort stellte der Grieche ein sog. Gnomon auf, eine Sonnenuhr.
Wir bleiben in Griechenland, wandern jedoch um einige Jahre in die Zukunft, ins Jahr 380 v.Chr. Platon, der berühmte griechische Philosoph, welcher nebenbei bemerkt ein Schüler des Sokrates war, ließ im Garten der Athenischen Akademie eine Wasseruhr installieren. Diese Wasseruhr wurde auch als Klepsydra bezeichnet und erzeugte mittels Aerokompression Töne, welche durch eine flötenspielende Figur wiedergegeben wurden. Klepsydren hatten zudem noch eine andere Funktion. Sie dienten auch als Zeitmessgerät für die Länge einer Rede, welche z.B. vor Gericht gehalten wurde. Diese Art der zeitlichen Redebegrenzung wurde Jahre später von den Römern übernommen. Weiterlesen →