Mit der Uhr um den Globus – Die Zeitzonen der Erde
Die Erde ist überzogen von Längen- als auch Breitengraden, naja zumindest auf der Karte. Vor noch nicht einmal 130 Jahren hatte jeder größere Ort rund um den blauen Planeten seine eigene Uhrzeit. Wenn die Sonne ihren höchsten Punkt am Himmel erreicht hatte, wurde dies als 12.00 Uhr mittags angenommen. Dass das nicht funktionieren konnte, wurde mit dem Beginn des Eisenbahnzeitalters sehr schnell klar. Deshalb einigte sich die Welt 1884 auf der Meridiankonferenz in Washington auf eine internationale Zeiteinteilung. Dafür wurde die Erde in Längengrade eingeteilt.
Der Null-Meridian verläuft durch das Observatorium Greenwich in London (GB). Die Erde wurde in 24 gleiche Abschnitte aufgeteilt, 1 Tag – 24 Stunden – 24 Zeitzonen. Das bedeutet, dass all 15° eine neue Zeitzone beginnt.
Interessant wird dies erst, wenn man einmal rund um die Welt reist. Startet man Richtung Westen, so muss man seine Uhr zurückstellen, um sie den Ortszeiten anzupassen. Reist man Richtung Osten, so muss man beim Überqueren einer jeden Zeitzone seine Uhr vorstellen.
Wenn man jedoch konstant Richtung Osten reist, bis man wieder am Ausgangspunkt angelangt ist, hat man (theoretisch) einen Tag gewonnen. Dass man Zeit hinzugewinnt, merkt man beim Überschreiten des 180. Längengrades, der Datumgrenze. War 5 Minuten zuvor noch Mittwoch ist plötzlich Donnerstag oder in anderer Reiserichtung Dienstag.
Beispiel: Neuseeland liegt genau auf der anderen Seite der Erde von uns aus betrachtet. Reist man dorthin und wieder zurück, so gewinnt man durch die Zeitumstellung wieder einen Tag. Neuseeland liegt 12 Stunden vor unserer Zeit und demzufolge „in der Zukunft“. Landet man wieder in unserer Zeitzone, so kann man denselben Tag zweimal leben. Man gewinnt also etwas Zeit hinzu.
Allerdings funktioniert das nur in der Theorie, denn der Jetlag macht dem Menschen so zu schaffen, dass er von den gewonnen Stunden nicht wirklich etwas hat.