NOMOS-Uhren für Ärzte ohne Grenzen

Um die Nothilfeorganisation Ärzte ohne Grenzen finanziell zu unterstützen, entwirft die Uhren-Manufaktur NOMOS Glashütte eine Sonderedition an Uhren, deren Erlös an Ärzte ohne Grenzen geht.

Das Projekt

Seit März 2012 arbeiten die Uhren-Manufaktur und die Nothilfeorganisation zusammen. Die ersten 2.000 Sondermodelle Tangente und Tangente 33, die in limitierter Auflage erschienen, erbrachten einen Gewinn von insgesamt 200.000 Euro, denn 100 Euro von jeder verkauften Uhr gingen in den Spendentopf. Der Kunde bezahlt dabei genauso viel wie er für ein Standardmodell der Marke bezahlen würde, der Handel und die Manufaktur verzichten allerdings auf den Erlös. Da alle Modelle der ersten Sonderauflage bereits verkauft sind, soll das Projekt nun fortgesetzt und weitere 2.000 Uhren gefertigt werden. Mit Hilfe der Spenden können sauberes Wasser bereit gestellt, Operationen durchgeführt oder Medikamente angeschafft werden. Das alles ist in den Krisengebieten keine Selbstverständlichkeit und sehr kostenintensiv.

Die limitierten Sondermodelle für Ärzte ohne Grenzen

Das Besondere an den Uhrenmodellen Tangente und Tangente 33 ist die Zahl Zwölf in roter Farbe, der kleine Schriftzug „Ärzte ohne Grenzen“ unterhalb der Ziffer Sechs und eine Gravur auf der Rückseite, die an die Nothilfeorganisation erinnert. Dies wird auch bei den neuen Modellen so sein und dennoch wird sich das Design der neuen Sondermodelle Tangente 38 und Tetra 27 etwas von dem der Vorgängerversionen unterscheiden. Ab Mai 2013 sind sie im Handel erhältlich.

Zur Geschichte und den Aufgaben von Ärzte ohne Grenzen

Médecins Sans Frontières/Ärzte ohne Grenzen wurde 1971 von jungen französischen Medizinern und Journalisten gegründet, die die Vision hatten, der Zivilbevölkerung in Kriegsgebieten und den Menschen in Ländern, die von Naturkatastrophen heimgesucht worden, zu helfen. In diesen Ländern ist meist die medizinische Versorgung zusammengebrochen. Daher zählt es zu den Aufgaben von Ärzte ohne Grenzen einheimische Krankenhäuser und Gesundheitszentren wieder aufzubauen und sie bei der Inbetriebnahme zu unterstützen. In ländlichen oder schwer zugänglichen Regionen errichten sie mobile Kliniken und auch in Flüchtlingslagern decken sie die medizinische Versorgung ab. Sie starten Impfprogramme, leisten psychologische Betreuung, bauen Ernährungszentren auf und sorgen für sauberes Wasser und sanitäre Anlagen. Ebenso kümmern sie sich bei besonders gefährdeten Gruppen, wie den Bewohnern von Slums oder den Straßenkindern, um die Gesundheitsversorgung.

Die Prinzipien von Ärzte ohne Grenzen

Die private Organisation hat eine eigene Charta, die ihre Grundprinzipien festhält. So soll allen Menschen geholfen werden, die in Not sind, unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft, ihrer Religion oder ihrer politischen Anschauung. Sie wollen unparteiisch, neutral und unkompliziert helfen, ohne bürokratische Zwänge. Um unabhängig zu bleiben, finanzieren sie sich zum Großteil aus privaten Spendenleistungen. Das Ziel ist es dabei immer, die einheimischen Mitarbeiter in die Arbeit mit einzubinden und sie weiterzubilden, damit sie, sobald sich die Lage stabilisiert hat, die medizinische Versorgung selbständig fortsetzen können. Mittlerweile ist Médecins Sans Frontières/Ärzte ohne Grenzen auf ein internationales Netzwerk von 23 Mitgliedsverbänden in 19 Ländern herangewachsen. Die deutsche Sektion Ärzte ohne Grenzen e.V. ist seit 1993 aktiv.
Am 15. Oktober 1999 erhielt die Nothilfeorganisation Médecins Sans Frontières/Ärzte ohne Grenzen für ihre außergewöhnlichen Leistungen den Friedensnobelpreis.

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