Kategorien
Alarmfunktion
Automatikuhren
Chronographen
Dualtimer
GMT Uhren
Damenuhren
Fliegeruhren
Kalenderanzeige
Kuckucksuhren
Militäruhren
Mondphaseuhren
Skelettuhren
Standuhren
Taschenuhren
Taucheruhren
Tourbillon Uhren
Wanduhren
Weltzeituhren
 
 Service
Uhren nach Marken
Uhren Funktionen
 

 

Uhrenbeweger

Ein Uhrenbeweger ist für einen Uhrensammler eine nützliche, aber nicht unbedingt zwingend erforderliche Anschaffung. Hilfreich ist ein Uhrenbeweger aber schon, der Uhrenbeweger hilft mit die Ganggenauigkeit der Uhren zu prüfen und auch das aufwendige Nachstellen, z.B bei Uhren mit mehreren Kalenderfunktionen, kann mit der Hilfe eines Uhrenbewegers eingespart werden. Ein Uhrenbeweger wird also dazu benutzt, eine Automatikuhr – wie zum Beispiel ein Sammlerstück - in Bewegung zu halten. Uhren die nur in der Schublade liegen, können hier schon mal ihre Ganggenauigkeit verlieren. Um dies zu vermeiden wird die Uhr auf einen Halter montiert und mit Hilfe eines Elektromotors langsam um die Uhrenachse gedreht, dies bewirkt, dass die Hauptfeder der Uhr ständig gespannt bleibt. Ein Uhrenbeweger imitiert also die Bewegung einer Automatikuhr während des Tragens am Handgelenk. Es gibt Uhrenbeweger die links und/oder rechtsdrehend sind, einige Uhrenbeweger haben dazu auch noch eine Interwallschaltung. Uhrenbeweger für eine Uhr laufen oftmals im Batteriebetrieb, Uhrenbeweger für zwei oder mehr Uhren sollten aber auf jeden Fall über ein Netzkabel mit Strom aus der Steckdose betrieben werden können.

Jetzt werden einige bestimmt mit dem Gedanken spielen, dass ein Uhrenbeweger, der ein menschliches Handgelenk imitiert, doch eigentlich überflüssig sein müsste. Bedenken Sie dabei jedoch eines. Es gibt Menschen, die nicht nur eine Uhr besitzen, zum Beispiel Sammler oder auch modebewusste, und eines haben diese mit absoluter Sicherheit gemeinsam. Sie können immer nur eine Uhr am Handgelenk tragen. Die andere liegt dann beispielsweise in der Schublade oder auf dem Nachtschrank. Und sollte es sich genau bei dieser Uhr, die Sie abgelegt haben, um eine Automatikuhr handeln, können Sie gewiss sein, das diese sich nach und nach (sie verbraucht ihre gesamte Gangreserve durch Entspannung der Hauptfeder) entlädt und je nach eingebauten Kaliber im besten Fall nach 60 Stunden stehen bleibt. Das Problem des Stehenbleibens wird also mittel eines Uhrenbewegers ganz einfach gelöst.

Unverzichtbar sollte ein solcher Uhrenbeweger gerade bei Sammlern und Liebhabern sein. Denn hier ist es ja oftmals so, dass die Uhren nur ausgestellt oder angeschaut und nur selten oder gar nicht am Handgelenk getragen werden. Hierbei kann es dann vorkommen, dass ein zum Beispiel kostbares oder seltenes Stück durch das Stehenbleiben oder die seltene Nutzung verharzt (das Schmiermittel der Uhr kann die wichtigen Teile dieser nicht mehr genügend schmieren) was dazu führt, dass die Uhr gangungenau läuft und sich abnutzt.

Eine häufig gestellte Frage ist auch, ob ein Uhrenbeweger einer Uhr schadet. Dieses ist weitgehend zu verneinen. Die Uhr wird nicht beschädigt oder beeinträchtigt. Da Automatikuhren über eine eingebaute Rutschkupplung verfügen, wird ein übermäßiges Aufziehen verhindert. Dies gilt für die Uhrenbeweger genauso als auch für den Besitzer. In manchen Fällen kann es sein, das eine Uhr sogar noch korrekter läuft als am Handgelenk. Das ist aber von Uhr zu Uhr unterschiedlich. Hierfür gibt es keine Richtlinien.

Um die Ganggenauigkeit einer Automatikuhr zu gewährleisten ist es wichtig, diese voll aufgezogen auf den Uhrenbeweger zu setzen. In der Regel sind diese so ausgelegt, das die höchste Effizienz erzielt wird, wenn die Automatikuhr noch mindestens 50 % ihrer Gangreserve aufweißt. Von Uhrenherstellern wird deshalb empfohlen, mechanische Uhren täglich per Hand aufzuziehen. Dadurch wird eine maximale Spannung der Hauptfeder für eine maximale Genauigkeit gewährleistet. Bevor eine solche Uhr stehen bleibt, vergehen in der Regel zwischen 40 und 60 Stunden. Dies kommt immer auf die Uhr an und ist abhängig davon, welches Kaliber diese besitzt und welche etwaigen zusätzlichen Komplikationen, wie zum Beispiel Datum, Tag, Mondphase, usw. die Uhr hat. Je mehr zusätzliche Komplikationen desto kürzer die Gangreserve.

Um die Aufziehdauer Ihrer eigenen Uhr festzustellen ist es sinnvoll, sich an den Uhrmacher zu wenden, bei dem Sie Ihr Schmuckstück erworben haben. Bei gebrauchten oder geschenkten Uhren besteht außerdem die Möglichkeit, die genaue Aufziehdauer und auch die Drehrichtung (es gibt Uhren, die nur in eine Richtung aufgezogen werden und auch solche, die in beide Richtungen aufgezogen werden können) bei Händlern von Uhrenbewegern zu erfragen.

 

Traditionelle Uhrenmarken mit gehobenen Preisniveau finden sich mehr in der Schweiz und Deutschland.

 -