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Uhrenbeweger
Ein
Uhrenbeweger ist für einen Uhrensammler
eine nützliche, aber nicht unbedingt
zwingend erforderliche Anschaffung.
Hilfreich ist ein Uhrenbeweger aber
schon, der
Uhrenbeweger hilft mit die
Ganggenauigkeit der Uhren zu prüfen und
auch das aufwendige Nachstellen, z.B bei
Uhren mit mehreren
Kalenderfunktionen,
kann mit der Hilfe eines Uhrenbewegers
eingespart werden. Ein Uhrenbeweger wird
also dazu benutzt, eine Automatikuhr –
wie zum Beispiel ein Sammlerstück - in
Bewegung zu halten. Uhren die nur in der
Schublade liegen, können hier schon mal
ihre Ganggenauigkeit verlieren. Um dies
zu vermeiden wird die Uhr auf einen
Halter montiert und mit Hilfe eines
Elektromotors langsam um die Uhrenachse
gedreht, dies bewirkt, dass die
Hauptfeder der Uhr ständig gespannt
bleibt. Ein Uhrenbeweger imitiert also
die Bewegung einer
Automatikuhr während
des Tragens am Handgelenk. Es gibt
Uhrenbeweger die links und/oder
rechtsdrehend sind, einige Uhrenbeweger
haben dazu auch noch eine
Interwallschaltung. Uhrenbeweger für
eine Uhr laufen oftmals im
Batteriebetrieb, Uhrenbeweger für zwei
oder mehr Uhren sollten aber auf jeden
Fall über ein Netzkabel mit Strom aus
der Steckdose betrieben werden können.
Jetzt werden einige bestimmt mit dem
Gedanken spielen, dass ein Uhrenbeweger,
der ein menschliches Handgelenk
imitiert, doch eigentlich überflüssig
sein müsste. Bedenken Sie dabei jedoch
eines. Es gibt Menschen, die nicht nur
eine
Uhr besitzen, zum Beispiel Sammler
oder auch modebewusste, und eines haben
diese mit absoluter Sicherheit
gemeinsam. Sie können immer nur eine Uhr
am Handgelenk tragen. Die andere liegt
dann beispielsweise in der Schublade
oder auf dem Nachtschrank. Und sollte es
sich genau bei dieser Uhr, die Sie
abgelegt haben, um eine Automatikuhr
handeln, können Sie gewiss sein, das
diese sich nach und nach (sie verbraucht
ihre gesamte Gangreserve durch
Entspannung der Hauptfeder) entlädt und
je nach eingebauten Kaliber im besten
Fall nach 60 Stunden stehen bleibt. Das
Problem des Stehenbleibens wird also
mittel eines Uhrenbewegers ganz einfach
gelöst.
Unverzichtbar sollte ein solcher
Uhrenbeweger gerade bei Sammlern und
Liebhabern sein. Denn hier ist es ja
oftmals so, dass die Uhren nur
ausgestellt oder angeschaut und nur
selten oder gar nicht am Handgelenk
getragen werden. Hierbei kann es dann
vorkommen, dass ein zum Beispiel
kostbares oder seltenes Stück durch das Stehenbleiben oder die seltene Nutzung
verharzt (das Schmiermittel der Uhr kann
die wichtigen Teile dieser nicht mehr
genügend schmieren) was dazu führt, dass
die Uhr gangungenau läuft und sich
abnutzt.
Eine
häufig gestellte Frage ist auch, ob ein
Uhrenbeweger einer Uhr schadet. Dieses
ist weitgehend zu verneinen. Die Uhr
wird nicht beschädigt oder
beeinträchtigt. Da
Automatikuhren über
eine eingebaute Rutschkupplung verfügen,
wird ein übermäßiges Aufziehen
verhindert. Dies gilt für die
Uhrenbeweger genauso als auch für den
Besitzer. In manchen Fällen kann es
sein, das eine Uhr sogar noch korrekter
läuft als am Handgelenk. Das ist aber
von Uhr zu Uhr unterschiedlich. Hierfür
gibt es keine Richtlinien.
Um die
Ganggenauigkeit einer Automatikuhr zu
gewährleisten ist es wichtig, diese voll
aufgezogen auf den
Uhrenbeweger zu
setzen. In der Regel sind diese so
ausgelegt, das die höchste Effizienz
erzielt wird, wenn die Automatikuhr noch
mindestens 50 % ihrer Gangreserve
aufweißt. Von Uhrenherstellern wird
deshalb empfohlen,
mechanische Uhren
täglich per Hand aufzuziehen. Dadurch
wird eine maximale Spannung der
Hauptfeder für eine maximale Genauigkeit
gewährleistet. Bevor eine solche Uhr
stehen bleibt, vergehen in der Regel zwischen 40 und 60 Stunden. Dies kommt
immer auf die Uhr an und ist abhängig
davon, welches
Kaliber diese besitzt und
welche etwaigen zusätzlichen
Komplikationen, wie zum Beispiel Datum,
Tag, Mondphase, usw. die Uhr hat. Je
mehr zusätzliche Komplikationen desto
kürzer die Gangreserve.
Um die
Aufziehdauer Ihrer eigenen Uhr
festzustellen ist es sinnvoll, sich an
den Uhrmacher zu wenden, bei dem Sie Ihr
Schmuckstück erworben haben. Bei
gebrauchten oder geschenkten Uhren
besteht außerdem die Möglichkeit, die
genaue Aufziehdauer und auch die
Drehrichtung (es gibt Uhren, die nur in
eine Richtung aufgezogen werden und auch
solche, die in beide Richtungen
aufgezogen werden können) bei Händlern
von Uhrenbewegern zu erfragen. |