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Wanduhren

Die ersten Uhren in geschlossenen Räumen fanden sich gegen Ende des 14. Jahrhunderts, sie waren von der Konstruktion der Funktionsteile und der äußerlichen Erscheinung als Verkleinerungen der zu dieser Zeit gefertigten Turmuhren anzusehen. Diese Wanduhren oder Standuhren wurden aus Eisen hergestellt und mit Gewichten angetrieben, ein Gehäuse hatten diese ersten Uhren nicht.

Anfang des 17. Jahrhunderts wurde das schwere Eisen immer mehr durch das besser zu verarbeitende Messing ersetzt. Wobei auf die äußere Dekoration der Uhren jetzt auch mehr Wert gelegt wurde. Typische Wanduhren dieser Zeit waren die Laternenuhren die Anfang des 17. Jahrhunderts in England entstanden.

Aber auch die Deutsche Uhrentradition erreichte zu dieser Zeit schon ein beachtliches Niveau, die Städte Augsburg und Nürnberg galten schon seit dem 16. Jahrhundert als bekannte Orte der Uhrenherstellung. Ende des 17. Jahrhundert erlebte im ländlichen Schwarzwälder Bereich ein weiteres Stück Uhrengeschichte seinen Start. Teile der Landbevölkerung begannen mit der Herstellung einfacher Schwarzwälder Uhren, alle mit einfachem Uhrwerk, Holzräder, Spindelhemmung und Waag. Anstelle der Zähne besaß das Hemmungsrad seitlich eingesetzte Drahtstifte, die auf einer Holzscheibe angebracht waren. Die Schwarzwälder Uhren wurden mit einem geschnitzten Ziffernblatt auf hölzernem Rahmen auf den Uhrenmarkt gebracht.

Besonders schöne Wanduhren sind die Carteluhren, diese Uhren die in die Zeit Louis XV und Louis XVI einzuordnen sind haben ein wunderschönes in der Regel aus Holz geschnitztes Gehäuse oder wurden aus Bronze gegossen. Die edelsten und wertvollsten Carteluhren wurden in Frankreich gefertigt, es gab zwar weitere Länder die sich in der Herstellung und Verbesserung dieser Uhren versucht haben, an die Original reichen diese Werke aber nicht heran. Ein weiteres Modell für Wanduhren sind die Lackschilduhren, diese im Schwarzwald hergestellte Uhren besitzen ein bemaltes oder lackiertes schildförmiges Ziffernblatt. Diese Ziffernblätter gab es als Rund oder Bogenschild. Diese Schwarzwälder Uhren waren vor allem in der ersten Hälfte des 19ten Jahrhunderts ein sehr begehrtes Uhrenmodell. Ein weiteres Wanduhren Modell ist die Pendule, sie wurde in der zweiten Hälfte des 18ten Jahrhunderts hergestellt, am Anfang wurden die Gehäuse noch mit Intarsien mittels Boulletechnik verziert, später wurde das Gehäuse mittels Lackmalerei verschönert. Am bekannteste dürften aber die Regulatoren sein, beim Regulator handelt es sich um eine Präzisionspendeluhr die um Störungen zu vermeiden fest mit der Wand verbunden war. Regulatoren besitzen ein Pendel und einen Gewichtsantrieb.

 

Traditionelle Uhrenmarken mit gehobenen Preisniveau finden sich mehr in der Schweiz und Deutschland.