|
Uhrengehäuse öffnen
Ein paar Informationen
zum Batteriewechseln bei einer Uhr, natürlich übernehme
ich keinerlei Gewähr für deren Richtigkeit oder
Vollständigkeit. Grundsätzlich würde ich sagen, sofern
Sie kein Uhrensammler sind und nur mal schnell die
Batterie Ihrer Uhr wechseln möchten, dann lassen Sie es
lieber. Beim Batteriewechseln an einer Uhr kann man so
viel kaputt machen, dass sich die wenigen Euro die in
einem Fachgeschäft dafür zu zahlen sind lohnen.
Wichtig ist, dass schon vor dem Öffnen des Uhrengehäuses
auf einiges geachtet wird. Sauberkeit ist dabei die
wichtigste Voraussetzung, schon kleinste Krümel oder
Staubpartikel können die empfindliche Elektronik des
Uhrwerks beschädigen.
Zum
Öffnen des Gehäuses sollte die Uhr flach auf die
Zifferblattseite gelegt werden, natürlich ist darauf zu
achten, dass das
Glas der Uhr nicht beschädigt wird. Das
manches
Ziffernblatt empfindlicher ist als ein Anderes
können Sie hier unter
Informationen über Uhrengläser
lesen.
Bei
einer Uhr mit zusammenhängendem
Metallband sollte das
Band geöffnet werden, in
der Regel hat ein
Gliederband an mindestens einer Stelle
einen Federsteg, der leicht herausgenommen werden kann.
Das Gehäuse der Uhr und besonders der Rand um den Deckel
muss gesäubert werden, gerade hier sammelt sich im laufe
der Zeit viel Schmutz an, ein Eindringen dieses
Schmutzes ins Uhrwerk könnte das Werk der Uhr
beschädigen.
Die
Uhren haben entweder einen verschraubten Boden oder
einen aufgesprengten Boden, für Uhren mit Schraubböden
braucht man einen geeigneten Gehäuseöffner mit Krallen.
Aufgesprengte Böden werden mit einem messerartigen
Gehäuseöffner geöffnet. Der Gehäuseöffner muss dabei
exakt in die Ausfräsung am Bodendeckel angesetzt werden.
Beim Öffnen ist mit entsprechender Kraft und Vorsicht
darauf zu achten, dass weder die Uhr zerkratzt noch Ihre
Hand verletzt wird.
Wenn
das alles dann gelungen ist und das
Uhrwerk jetzt offen
liegt ist jetzt noch mehr Vorsicht angebracht,
bei vielen
Quarzuhren liegt die hochempfindliche Spule
offen. Die kleinste Beschädigung wird die Uhr zum Stehen
bringen. Wenn die Spule beschädigt wird, können Sie die
Uhr, sofern es sich nicht um eine teuere Uhr handelt
gleich wegwerfen und bei einer wirklich teuren Uhr kann
ich eh nur sagen "Finger weg", hier den Batteriewechsel
an der Uhr unbedingt vom Uhrenfachhandel machen lassen.
Sofern Ihre
Armbanduhr
eine akustischer
Alarmeinrichtung hat, sollten Sie
darauf achten, ob sich nicht ein kleines loses Federchen
zwischen Gehäuseboden und Uhrwerk befindet, das ist
schnell verloren, darum sollte die Uhr sicher auf der
Ziffernblattseite liegen und nicht einfach in der Hand
geöffnet werden.
Wenn
alles soweit geklappt hat können Sie jetzt die Batterie
angehen, dazu zuerst die
Stellkrone auf Zeigerrichtposition herausziehen und die
Batteriekontaktfeder lösen. Batteriekontaktfedern müssen
zumeist ausgeklinkt oder die angebrachte Schraube
(Achtung steht unter Spannung, nicht Schraube verlieren)
aufgeschraubt werden. Hierbei unbedingt darauf achten,
dabei eine Berührung des Uhrwerks vermeiden.
Die Batterie nicht mit
bloßen Händen oder einer Metallpinzette anfassen. Ein
Kurzschluss über Pinzette oder Finger kann die
Knopfzelle schädigen. Ein Fingerabdruck auf einer
Batterie kann wie eine Leiterbahn wirken und
Kriechströme verursachen, am besten eine
Kunststoffpinzette dafür benutzen. Unter der Batterie
befindet sich oftmals ein Isolierplättchen aus dünnem
Kunststoff das nicht verloren gehen darf. Sollte sich in
der Uhr schon ein salzähnliches Material gebildet haben
ist dieses sorgfältig zu entfernen, natürlich kein
"Salz" ins Uhrwerk kommen lassen. Jetzt die passende
Knopfzelle einsetzen und den
Bodendeckel wieder aufsetzen oder aufschrauben.
Nun sollte Ihre Uhr wieder funktionieren, aber nachdem
Sie das jetzt alles gelesen haben wird die Uhr jetzt
sicher beim Uhrmacher sein:-). |