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Mein Lexikon rund um das Thema Uhren

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Abweichung
Unter Abweichung wird die Differenz zwischen der von der Uhr angezeigten Zeit und die tatsächliche Zeit verstanden, bei der Abweichung der Zeit kann es sich sowohl um ein vorgehen oder ein nachgehen der Uhr handeln.

Achttagewerk
Als Achttagewerk wird ein Uhrwerk mit einer besonderen Konstruktion bezeichnet. Bei diesem Werk ist ein manuelles Aufziehen der Uhr jeweils erst nach einer Woche erforderlich. Diese Uhren besitzen ein besonderes Federwerk, bei Armbanduhren selten, bei großen Uhren wie Pendel oder Standuhren ist ein Achttagewerk jedoch  keine Besonderheit.

Aktive Spiralfederlänge
Bezeichnet die Länge zwischen Rücken und Rolle der Gangregelung, von der jeweiligen aktuellen Länge hängt die Periode der Unruhe ab. Durch ein verlängern der aktiven Spiralfeder läuft die Unruhe langsamer, ein verkürzen der Spiralfeder sorgt für einen schnelleren Gang der Unruhe.

Alhidade
Damit wird der Dreharm bezeichnet der zur Winkelmessung (Quadranten, Sextanten) oder auch bei Sonnenuhren verwendet wird.

Amtliche Prüfstelle
Damit wird ein Institut bezeichnet, welches zum Beispiel das Chronometer-Zertifikat ausstellt, dazu bedarf es natürlich einer Reihe von Präzisionstest.

Analoge Zeitanzeige
Im Gegensatz zur elektronischen Digitaluhr wird die analoge Zeitanzeige über ein Zeigerpaar ermittelt. Aus der Stellung die Stunden und Minutenzeiger haben wird die jeweilige Zeit ermittelt.

Analoges Ziffernblatt
Im Prinzip das Gleiche wie die analoge Zeitanzeige, Uhrenziffernblatt mit meist kreisförmiger Form und Skala und mindestens Stunden und Minutenzeiger.

Anglierung
Bezeichnet man die gebrochenen Kanten der Gehäuseteile, die Anglierung die möglichst 45 Grad betragen soll wurde mit der Hand mittels Feile angebracht oder mechanisch mit einem Pantographen.

Ankerhemmung
Diese Art von Hemmung wurde 1715 vom englischen Uhrmacher Graham erfunden, George Graham setzte seine "Grahamhemmung" bei seinen berühmten Pendeluhren ein. Verwendung in Taschenuhren konnten sie allerdings erst finden nachdem sein Schüler Thomas Mudge die Ankerhemmung weiterentwickelt hat.

Antimagnetisch
Magnetisierungsprobleme bei mechanischen Armbanduhren entstehen wenn die Uhren starken Magnetfeldern ausgesetzt sind. Davon sind besonders Ankerrad, Anker und Unruhspirale betroffen, besonders bei Fliegeruhren konnte das zu Problemen wie erheblichen Gangabweichungen oder stehen bleiben der Uhr führen. Eine Uhr ist antimagnetisch, korrekt amagnetisch, wenn sie gegen diese negativen Einflüsse geschützt ist. Bereits in den vierziger Jahren entwickelte die Uhrenindustrie erste amagnetische Gehäuse.

Äquationsanzeige
Zu deutsch Zeitgleichung, sie ergibt sich aus der Differenz zwischen der mittleren Sonnenzeit und der tatsächlichen Sonnenzeit. Bedingt durch die elliptische Form der Umlaufbahn der Erde und der Neigung der Erdachse ändert sich der Sonnentag kontinuierlich, zwischen dem kürzesten und längsten Sonnentag der Erde liegt somit eine Differenz von 30 Minuten und 45 Sekunden.

Astronomische Kunstuhren
Das sind Uhren, die neben den üblichen Zeitangaben auch den Umlauf von Sonne, Mond und Planeten sowie Kalenderangaben darstellen. Diese astronomischen Uhren wurden zumeist im 14. bis 16. Jahrhundert gebaut.

Aufzugskrone
Sie dient dem Aufziehen des Uhrwerks und dem Einstellen des Datums und der korrekten Uhrzeit. Dazu muss die Krone etwas gezogen werden, bei manchen Uhrenmodellen ist die Krone zur besseren Wasserdichtigkeit der Uhr verschraubt.

Autokompensierende Spirale
Unruhspiralen die aus Federstahl gefertigt sind haben den Nachteil ihre Elastizität bei Temperaturschwankungen zu verändern, Dadurch ändert sich natürlich auch der Gang der Uhr. In den 30er Jahren wurde nach intensiven Forschungen verschiedener Metalle eine neuartige Unruhspirale entwickelt, durch eine Legierung aus verschiedenen Metallen war die Spirale in der Lage die Temperaturschwankungen auszugleichen. 1933 gelangten die Spiralfedern unter dem Namen "NIVAROX" auf den Uhrenmarkt. Bedingt durch ihren Vorteil gegenüber normalem Federstahl erlangte sie eine rasche Verbreitung.

Automatischer Aufzug
Durch die Armbewegungen des Uhrenträgers spannt ein Rotor oder eine Pendelschwungmasse über ein Wechsel und/oder Reduktionsgetriebe die Zugfeder. Die erste Automatik-Armbanduhr wurde 1923 von John Harwood gebaut. Harwood wusste aber offenbar nicht, dass Abraham Louis Perrelet bereits um 1770 eine Taschenuhr mit Rotor konstruiert hatte. Automatikuhren zählen heute zu den beliebtesten Uhrentypen, sie zeichnen sich durch eine einfache Handhabung aus, die immer gleichmäßig gespannte Feder führt auch zu einem erheblich gleichmäßigeren Lauf. Ihre Einführung brachte damit auch einen großen Fortschritt bei der Gangabweichung.

 

Traditionelle Uhrenmarken mit gehobenen Preisniveau finden sich mehr in der Schweiz und Deutschland.