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Der Omega Speedmaster Professional 

1959 entstand in der Schweizer Firma Omega die erste Speedmaster Professional Armbanduhr, ein mechanischer Chronochraph mit Handaufzug, Pfeilzeigern und Stahllünette.

Als 1962 die NASA nach einer Uhr aus Serienfertigung suchte, die weltraumtauglich war, erwies sich die Omega Speedmaster Professional als einzig geeignetes Modell. Im Oktober 1962 wird die Uhr von Astronaut Walter Schirra erstmalig im Weltall getragen.

Umfangreiche Tests durch die Weltraumbehörde NASA folgten: Schwerelosigkeit, extreme Vibrationen, starke Stöße, hohe Beschleunigung, Magnetfelder, hohe Luftfeuchtigkeit, extreme Temperaturschwankungen von 93°C bis - 18°C. Die Omega Speedmaster bestand alle Tests und erwies sich somit für das bemannte Raumflugprogramm als besonders geeignet. Die NASA zeichnet sie als "flight-qualified bei NASA for all manned space missions" aus.

Am Handgelenk von Buzz Aldrin fliegt die Speedmaster Professional am 21.06.1969 zum Mond. Da Neil Armstrong seine Uhr als Ersatzgerät für die defekte Uhr der Mondlandefähre an Bord zurücklässt, ist die Speedmaster Professional als erste Uhr auf dem Mond gewesen. Leider ging diese Uhr, die auf der Rückseite die eingravierte Nr. 43. trug, auf dem Postweg verloren, als Buzz Aldrin sie an das "National Air and Space Museum" schickte. Trotz umfangreicher Ermittlungen tauchte Sie nie wieder auf.

Die Speedmaster Professional wurde auch bei allen weiteren Flügen zum Mond genutzt. Bei der Rettung der Astronauten von Apollo 13 im Frühjahr 1970 wurde sie sogar zum Navigieren eingesetzt, als fast alle Bordsysteme versagten.

Als 1978 erneut eine Uhr für das "Space Shuttle Programm" gesucht wurde, und die Tests härter als je zuvor durchgeführt wurden, erwies sich die Speedmaster Professional wieder als einzig geeignete Uhr, obwohl die Konkurrenz groß war. Sie gilt heute als die am meisten getestete Uhr der Welt.

Vier Modelle hat die NASA bis heute für den Aufenthalt im All zertifiziert.
Dazu gehören die Speedmaster Professional 3570.50.00 und auch die Professional X-33, ein Hybriduhr im Titangehäuse mit diversen Zusatz-funktionen, die Astronauten angeblich am liebsten tragen.

Seit 1975 wird die Speedmaster Professional Uhr auch von russischen Kosmonauten getragen, Alexander Leonow trug sie an Bord der Sojus als Erster. 1993 und `94 wurden von der russischen Raumfahrtbehörde auch eigene Uhrentests durchgeführt.

Heute gehört die Omega Speedmaster Professional Armbanduhr zur Standartausrüstung im All. Sie wird sogar bei Weltraumspaziergängen über dem Raumanzug getragen.

Die Uhr hat sich im Lauf der Zeit wenig verändert. Am Anfang als Kaliber 321 mit Schaltrad gebaut wurde später das Kaliber 861 mit Kulissensteuerung verwendet. Nach leichten Änderungen wird heute das Kaliber 1861 und 1863 (bei Uhren mit Sichtglas-Boden) eingesetzt. Durch Kronenschutz und Bandanstöße wurde die Gehäuseform etwas geändert. Das Ziffernblatt ist durch seine Übersichtlichkeit besonders gut ablesbar.

Orginalgetreu erhaltene Uhren aus den 60er und 70er Jahren sind bei Sammlern sehr begehrt.

Heutige Käufer schätzen an der Speedmaster Professional vor allem ihr zeitloses, klassisches Design. Der tolle Chronograph läuft außerdem solide, ist unverwüstlich, exzellent verarbeitet, zuverlässig und wartungsfreundlich. Schon der Firmenname Omega weist auf besonders gute Qualität hin, denn der Griechische Buchstabe Omega seht metaphorisch für "Vollendung".

 

Der Omega Speedmaster Professional, 3570.50.00 und auch die Professional X-33, Omega Armbanduhren