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Swatch
Markenuhren
Swatch ist der Markenname für eine Reihe von
Armbanduhren der Swatch Group, Schweiz.
Nachdem die Schweizer Uhrenindustrie durch den
billigen Import fernöstlicher Quarzuhren in den
1980er Jahren in die Krise geraten war, gelang es
mit der die Swatch, die Schweizer Uhrenindustrie zu
retten. Es war vor allem eine Leistung des
Marketings, als man 1982 die Swatch konzipierte und
ein Jahr später auf den internationalen Markt
durchsetzte.
Die Konkurrenz im Billiguhrenmarksektor in den 70er
Jahren produzierte fast ausschließlich
Digitaluhren
mit Quarzwerk. Diese waren sehr genau, brauchten
nicht aufgezogen zu werden und waren bei den Kunden
wegen der Neuheit der digitalen Anzeige beliebt.
Allerdings hielt der Trend nicht durch, viele Kunden
wollten dann in den 80er Jahren wieder zurück zur
analogen Anzeige. Einige Kognitionswissenschaftler
vertraten auch die Meinung, dass man die Uhrzeit
schneller erfassen kann, wenn man auf eine analoge
Uhr blickt. Im Regelfall käme es ja für den Benutzer
nicht drauf an, die exakte Zeit zu haben, es genüge
zur Orientierung eine ungefähre Wahrnehmung.
Diese Erkenntnis und den Trend zu auffälligen,
bunten und witzigem Designs nutzend, machten sich
die Schweizer zu eigen, als sie die Swatch
konzipierten. Neues Styling und neues Design sowie
effizientere Fertigungsmethoden kamen zum Einsatz.
Die
Quarzuhr wurde neu gestaltet, für die
Herstellung von Effizienz wurden wesentlich weniger
Teile (fast nur die Hälfte) benötigt, die modulartig
angeliefert und zusammengesteckt wurden.
Diese Kombination von Marketing und produktivem
Fachwissen erneuerte die Schweiz als wichtiger
Akteur in der Welt der
Armbanduhren. Synthetische
Materialien wurden für das Gehäuse ebenso verwendet
wie eine neue hochmoderne Art des Schweißens und der
Montage. Darüber hinaus war klar geworden, dass eine
moderne Uhr attraktiv, frech und lustig, mutig im
Design und aggressiv preiswert vermarktet, aber mit
hoher Qualität und Innovationskraft ausgestaltet
sein muss.
Der Name "Swatch" wird oft missverstanden als eine
Verbindung der Wörter "Swiss Watch", aber Nicolas
Hayek, Präsident der Swatch Group, bestätigte, dass
die ursprünglichen Namensgebung auf der
Zusammenführung von "Second Watch“ entstanden ist.
Die erste Sammlung von 12 Swatch Modellen wurde im
März 1983 in Zürich präsentiert. Ursprünglich lag
der Preis zwischen CHF 39,90 und CHF 49,90; später
entschloss man sich aber einen Standardpreis von CHF
50,00 festzulegen. Falls man damals zugriffen haben
sollte, dann hat man keinen Fehler gemacht, den
Uhren aus dieser Kollektion sind nur noch zu
horrenden Preisen zu bekommen, wenn man überhaupt
einen Verkäufer findet.
Die Swatch hatte ihren Höhepunkt an Popularität in
den Vereinigten Staaten und anderswo in der Mitte
der 1980er Jahre. Manche Fans der Swatch trugen zwei
Uhren gleichzeitig und banden zusätzlich mit einer
Dritten den Pferdeschwanz. Einige Modelle, wie die
Pop Swatch, erlaubten den Trägern die Befestigung
der Swatch direkt an der Kleidung. Während dieser
Zeit konnten die
Schweizer Uhrenhersteller namhafte
Künstler gewinnen, darunter Keith Haring, um die
Swatch bei der Jugend noch beliebter zu machen.
Die Schweizer boten mit halbjährlich wechselnden
Kollektionen ihren Kunden ständig neue Kaufanreize.
Das erwies sich als äußerst clever, denn einige Fans
strebten (wie bei anderen Sammelgebieten bekannt)
nach Vollständigkeit, mussten also beständig
nachkaufen. Das
Zifferblatt ist fast immer mit
bunten Motiven oder Mustern versehen. In
unregelmäßigen Zeiträumen gibt es limitierte
Editionen, die gelegentlich auch in hochwertigerer
Bauweise ausgeführt werden, z.B. mit Diamantlünette
oder gar mit Platingehäuse. Hier muss man dann mehr
als den Standardpreis herausrücken.
Inzwischen ist aber die einstige Hype abgeklungen.
Wenn man aber eine Swatch-Erbschaft macht, dann
sollte man mal schauen, ob nicht eine von Mimmo
Paladino in geschaffene Swatch Art Special bekommen
hat; diese Serie wurde nummeriert an namentlich
bekannte Persönlichkeiten verteilt: ein solches
Exemplar könnte durchaus 50000 CHF oder mehr
bringen.
Auch an die lieben Kleinen haben die Schweizer als
Kunden gedacht: mit Flik Flak ist die Marke für
Kinder von Swatch kreiert worden. Mit dem farbigen
Design, den beiden Werbefiguren Flik (dem
Minutenzeiger) und der kleineren Schwester Flak (dem
Stundenzeiger), sollten die Eltern zum Kauf
motiviert werden; denn diese Darstellung könne den
Kindern das Uhrenlesen ermöglichen.
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